Bayerischer Verkehrssicherheitspreis 2020

Der Bayerischen Verkehrssicherheitspreis widmet sich im Jahr 2020 dem Motto „Miteinander mobil: Sicher und selbstbestimmt im Alter“. Unter der Schirmherrschaft von Joachim Herrmann, MdL, Staatsminister des Innern, für Sport und Integration prämieren die Versicherungskammer Stiftung, die Bayerische Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht Bayern e.V. zwei Projekte mit insgesamt 10.000 Euro in zwei Kategorien.
Mobilität ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Mit zunehmendem Alter kommt es häufig zu Einschränkungen – aufgrund des (eigenen) Verkehrsverhaltens, äußerlicher Gegebenheiten oder gesundheitlicher Probleme. Mit dem Preis werden in diesem Jahr Projekte und Initiativen prämiert, welche die Verkehrsteilhabe, Sicherheit und Mobilität von älteren Menschen fördern und so die Lebensqualität erhöhen.

Diese Projekte setzen sich in den Kategorien „Alle Achtung!“ und „Gedankenblitz“ beim diesjährigen Wettbewerb durch:

„Bus & Bahn Begleitservice München“ des Katholischen Männerfürsorgevereins München e.V.

In der Kategorie „Alle Achtung!“ – dotiert mit 5.000 Euro durch die Versicherungskammer Stiftung ­– überzeugte das Projekt „Bus & Bahn Begleitservice München“ des Katholischen Männerfürsorgevereins München e.V. die Fachjury.
Das Projekt wird mit Unterstützung der Landeshauptstadt München umgesetzt. Ziel ist es, die Mobilität, Selbstbestimmung sowie gesellschaftliche Teilhabe älterer, behinderter und gesundheitlich eingeschränkter Menschen zu ermöglichen, zu unterstützen und zu verbessern, indem ein Begleitservice im öffentlichen Nahverkehr eingerichtet wurde. Die Senior*innen können dieses Angebot eigenständig buchen und werden von qualifizierten Personal individuell an ihre Bedürfnisse angepasst bei alltäglichen Situationen kostenfrei begleitet. Neben dem Engagement von Ehrenamtlichen werden vorrangig langzeitarbeitslose und schwer integrierbare Menschen des Jobcenters München vorab umfangreich geschult und als Mobilitätsbegleiter*innen eingesetzt. So erhalten sie gleichfalls eine sinnstiftende Möglichkeit sozialer Teilhabe und schrittweiser Integration in gesellschaftliche Alltagssituationen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

„Sicheres Fahrradfahren im Alter“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

In der Kategorie „Gedankenblitz“ konnte sich das Forschungsprojekt „Sicheres Fahrradfahren im Alter“ (SiFAr) durchsetzen, das von der Bayerischen Sparkassenstiftung ein Preisgeld von 5.000 Euro erhält.
Ein wesentlicher Faktor für ein selbstständiges und unabhängiges Leben im Alter ist es, mobil zu sein. Fahrräder und E- Bikes gewinnen in diesem Zusammenhang an Beliebtheit bei älteren Menschen und fördern zugleich deren Gesunderhaltung. Allerdings ist die verstärkte Nutzung von Fahrrädern dieser Altersgruppe begleitet von einer erhöhten Frequenz an Unfällen. Hier setzt das Projekt SiFAr an, das die Sicherheit beim Radfahren als Baustein der Mobilität im Alter fördern will. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Kompetenz und Sicherheit beim Fahrradfahren älterer Menschen mit einem multimodalen Trainingsprogramm zu verbessern und damit zur Prävention möglicher Radfahrunfälle beizutragen. Dazu werden motorische Funktionen, kognitive Funktionen sowie psychologische Aspekte der Teilnehmenden in einem Fahrrad-Parcours unter Anwendung wissenschaftlicher Testverfahren berücksichtigt, die am Institut für Biomedizin des Alterns durchgeführt werden. Zur Analyse von stressrelevanten, körperlichen Parametern während des Fahrradtrainings werden unter anderem Bioproben gesammelt und dementsprechend ausgewertet.

Laudationes auf die Preisträger durch den Schirmherren Staatsminister Joachim Herrmann

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden