Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs

Preisverleihung am 26. September 2019 in Straubing mit dem Schirmherr des Preises, Staatsminister Joachim Herrmann

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am 26. September 2019 in Straubing gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reif der Versicherungskammer Stiftung den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis 2019 verliehen. Innenminister Herrmann, Schirmherr des Bayerischen Verkehrssicherheitspreises, war voller Anerkennung: „Mit ihrem vorbildlichen Engagement und tollen Einfällen sorgen die Preisträger für mehr Verkehrssicherheit.“ Damit werde das diesjährige Motto „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ tatkräftig mit Leben gefüllt.

Gewinner BVSP 2019
Dr. Martin Kreuzer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Niederbayern-Mitte, Innenminister Joachim Herrmann, die Preisträger Volker Wittmann und Dr. Stefan Grote (P.A.R.T.Y.), Wolfgang Reif, Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Stiftung, Sandra Krä, Leiterin Gesundheitsregion Plus, Polizeihauptmeister Frank Heindl („Mehr Sicherheit für Grundschulen“) und Ursula Fendl, Vizepräsidentin Landesverkehrswacht Bayern (v.l.).

Allzeit sicher unterwegs – kreative und nachhaltige Unfallpräventionsprojekte für Schulen im Rahmen der Gesundheitsregion plus Straubing

In der Kategorie „Alle Achtung!“ – dotiert mit 5.000 Euro durch die Versicherungskammer Stiftung ­– überzeugte die „Gesundheitsregion plus Straubing“ die Jury mit gleich zwei Initiativen: Das Projekt „Mehr Sicherheit vor Grundschulen“ wird gemeinsam mit der örtlichen Polizei umgesetzt. Ziel ist es, das dichte Verkehrsaufkommen vor den Grundschulen zu entzerren. Dafür wurden Halteempfehlungen im Umfeld der Grundschulen aufgestellt, an denen Eltern ihre Kinder gefahrenlos aussteigen lassen, um die letzten Meter zur Schule zu gehen. Begleitet wird die Aktion durch entsprechende Schilder und Flyer zur Sensibilisierung der Eltern. Das Unfallpräventionsprogramm „P.A.R.T.Y.“ (Prävention, Alkohol, Risiko, Traumen und Jugend) zielt darauf ab, 15- bis 18-jährige SchülerInnen über die Vermeidung von Verkehrsunfällen infolge von Alkohol oder Risikoverhalten mit der Wirkung realer Erfahrungen und Wahrnehmungen aufzuklären. Dieser Tag im Klinikum Straubing mit dem persönlichen Austausch mit einem/einer ehemaligen Schwerverletzten verdeutlicht den SchülerInnen die vielfältigen medizinischen, familiären und beruflichen Konsequenzen eines schweren Verkehrsunfalls und wirkt sich so nachhaltig auf die Fahrpraxis und Denkweise der jugendlichen Fahranfänger aus.

Freie Sicht für Kinder

In der Kategorie „Gedankenblitz!“ konnte sich das Projekt „Freie Sicht für Kinder“ durchsetzen, das von der Bayerischen Sparkassenstiftung ein Preisgeld von 5.000 Euro erhält. Auch bei diesem Vorhaben steht das Problem der „Eltern-Taxis“, die die Sicht auf Kinder im Verkehrsraum vor der Schule versperren, im Mittelpunkt. Statt Flyer oder statischer Verkehrsschilder setzt der Projektträger, Volker Wittmann, in diesem Fall auf Technik. Ein elektronisches Erkennungssystem soll die Fahrer parkender Autos darauf aufmerksam machen, dass sie mit ihrem Fahrzeug ungünstig halten oder parken und für Kinder eine Gefahr darstellen. Er sucht noch Firmen und Start-ups, welche ihn bei der technischen Umsetzung unterstützen. Wir vermitteln gerne den Kontakt an Interessierte.

Weitere Informationen zum Bayerischen Verkehrssicherheitspreis sind hier abrufbar.